Mehr Gründergeist in grauen Köpfen
In den kommenden Jahren werden vermehrt Menschen der Generation 50+ neue Unternehmen gründen. Dagegen wird in den jüngeren, geburtenschwachen Jahrgängen der Anteil unternehmerisch aktiver Personen eher sinken. Dies berichten die Forscher Stephan Heblich vom Jenaer Max-Planck-Institut für Ökonomik, Werner Bönte von der Universität Wuppertal und Oliver Falck vom Münchner ifo Institut, die im Rahmen einer empirischen Studie exemplarisch das Gebiet der ehemaligen Bundesrepublik sowie Berlins unter die Lupe genommen haben.
Aus ökonomischer Sicht wurde der demografische Wandel bislang vor allem hinsichtlich seiner Auswirkungen auf die sozialen Sicherungssysteme betrachtet. Die Studie der drei Wissenschaftler klärt dagegen, welchen Einfluss die Veränderung der Altersstruktur auf das unternehmerische Potenzial von Regionen hat. Ihre Ergebnisse deuten in zwei Richtungen: Einerseits zeichnet sich ab, dass immer mehr ältere Menschen ihre eigene Firma gründen, wohingegen der Gründergeist der jüngeren abnimmt. "Angesichts der Tatsache, dass Neugründungen einen wichtigen Beitrag zur Innovationskraft und allgemein dem wirtschaftlichen Potenzial von Regionen leisten, weisen diese Ergebnisse auf zukünftigen Handlungsbedarf hin", sagt Stephan Heblich. (Article)
mehr …
Jena Economic Research Papers
Das Max-Planck-Institut für Ökonomik unterhält gemeinsam mit der Friedrich-Schiller-Universität in Jena die Arbeitspapier-Serie Jena Economic Research Papers (JERP). Unter www.jenecon.de sind die Arbeitspapiere in elektronischer Form zugänglich.
Holger Patzelt übernimmt Professur
Dr. Dr. Holger Patzelt, kommissarischer Leiter der Abteilung Entrepreneurship, Growth and Public Policy am Max-Planck-Institut für Ökonomik, hat einen Ruf an die Technische Universität München (TUM) angenommen. Er wird dort den Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre – Entrepreneurship übernehmen. Holger Patzelt tritt seine neue Position am 1. April 2010 an.
20 Jahre Systemtransformation in Ostdeutschland: Lektionen und Herausforderungen
Im Rahmen der Seminarreihe "20 Jahre Systemtransformation in Ostdeutschland: Lektionen und Herausforderungen" nahmen Studierende der Universitäten Kassel und Jena gemeinsam vom 21. bis zum 23. Januar an einem Blockseminar zum Thema "Unternehmensgründung, Innovation und Regionalentwicklung: Ostdeutschland 20 Jahre nach der friedlichen Revolution" teil. Gäste aus Industrie, Forschung und Politik diskutierten mit den rund 30 Teilnehmern Lösungsansätze und offene Fragen der wirtschaftlichen Entwicklung Ostdeutschlands. Das Seminar fand in Jena und in Gera statt – zwei beispielhafte Städte für die Problematik der ostdeutschen Transformation. Auf dem Programm standen u.a. Exkursionen zum OptoNet Jena e.V. auf dem Beutenberg Campus und zur POG Präzisionsoptik Gera GmbH.
Artikel in der OTZ